RALF CORDES       S  T  E  U  E  R  B  E  R  A  T  E  R

 

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Wichtige Umsatzsteueränderung ab 1. April 2004

Wechsel der Steuerschuldnerschaft bei Grundstückslieferungen und bestimmten Bauleistungen

Ist der Leistungsempfänger, also der Auftraggeber, ein Unternehmer oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts, so ist er Schuldner der Umsatzsteuer

a) bei allen Grundstückslieferungen, bei denen zur Umsatzsteuer optiert wurde und

b) bei allen Werklieferungen und sonstigen Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen – mit Ausnahme von Planungs- und Überwachungsleistungen – und zwar dann, wenn er selbst auch Leistungen im Sinne dieses Punktes b) erbringt.

Der leistende Unternehmer (Auftragnehmer) muss in diesen Fällen Rechnungen über das Nettoentgelt, also ohne Umsatzsteuerausweis, ausstellen und in diesen Rechnungen auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers hinweisen. Beispiel: … zu zahlen sind: 1.000,-- € (netto) dazu z.B. der kurze Hinweis:

Dem Auftraggeber obliegt die Steuerschuldnerschaft nach § 13b UStG.

Der Leistungsempfänger muss nun die Umsatzsteuer auf den Nettobetrag errechnen und diese im Rahmen seiner Umsatzsteuer-Voranmeldung bei dem für ihn zuständigen Finanzamt anmelden und abführen; soweit er zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, kann er die abgeführte Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen. Die monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen enthalten auf der Seite 2 entsprechende Rubriken.

Der Leistungsempfänger muss dem Leistenden eine Bescheinigung nach § 48 b EStG, die er auf Antrag von seinem Finanzamt erhält, vorlegen.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen Ralf Cordes